Dr.
Iris Zalaudek -
Zalaudek I, Argenziano G, Ferrara G, Soyer HP, Corona R, Sera F, Cerroni
L, Carbone A, Chiominto A, Cicale L, De Rosa G, Ferrari A, Hofmann-Wellenhof
R, Malvehy J, Peris K, Pizzichetta M, Puig S, Scalvenzi M, Staibano S, Ruocco
V:
Clinically equivocal melanocytic skin lesions with features of regression
- a dermoscopic-pathologic study
British Journal of Dermatology, 150: 64-71
(2004)
Deutsche Kurzfassung:
Klinisch unklare melanozytäre Hautläsionen mit Regressionszeichen - eine auflichtmikroskopisch-histopathologische Studie
HINTERGRUND: Es soll die diagnostische Bedeutung und die histologische Korrelation von auflichtmikroskopischen Regressionszeichen (blaue und weisse Strukturen) in einer Serie von chirurgisch entfernten, klinisch unklaren, melanozytären Hautläsionen untersucht werden.
STUDIENDESIGN: Die Studie wurde in insgesamt 6, auf Auflichtmikroskopie spezialisierte Zentren in Italien, Österreich und Spanien durchgeführt. Alle Patienten, die eine oder mehrere regressive melanozytären Hautläsionen hatten, wurden über einen Zeitraum von 9 Monaten in die Studie eingeschlossen, wobei nur Läsionen eingeschlossen wurden, die auflichtmikroskopisch nicht als Melanome befundet wurden. Bevor die Läsionen chirurgisch entfernt wurden, wurden sie sowohl klinisch als auch auflichtmikroskopisch fotografiert. Alle Fotos wurden von einem, in Auflichtmikroskopie erfahrenen Kollegen in Hinsicht auf Verteilung, Art und Lokalisation der Regression untersucht. Die histologischen Präparate wurden von insgesamt 4 erfahrenen Histo-Pathologen unabhängig voneinander untersucht und befundet, wobei einer der Histo-Pathologen zusätzlich in allen Präparaten das Vorliegen und die Verteilung der histologischen Zeichen von Regression (Melanose und Fibrose) beurteilte.
METHODIK: Es wurde die prozentuale Verteilung in Hinsicht auf die Fläche (unter 10%,
10%-50% und über 50%), Art (blaue Strukuren, weisse Strukutren oder eine Kombination aus beiden Strukturen) und Lokalisation (zentral oder peripher) der auflichtmikroskopischen Regressionszeichen sowie des histopathologisches Korrelates (Menge und Art) untersucht.
ERGEBNISSE: Alle in die Studie eingeschlossenen melanozytären Hautläsionen mit auflichtmikroskopischen Regressionszeichen, zeigten auch histologisch Regressionszeichen. In insgesamt 135 (85.4%) der Läsionen stimmte die Diagnose aller 4 Histo-Pathologen überein, wobei diese Läsionen als melanozytäre Nevi befundet wurden. In 23 (14.6%) der Läsionen wurde zumindest von einem der Pathologen die Diagnose eines Melanomes gestellt, daher wurden diese Läsionen als unklar eingestuft und befundet. Nur eine einzige Läsion wurde von allen Pathologen als Melanom befundet. Der Großteil der als melanozytäre Nevi befundeten Läsionen zeigte auflichtmikroskopisch blaue Strukturen (84.4%), die zentral lokalisiert waren (57%) und die weniger als 50% der Läsion einnahmen (89.6%). 78.3% der als unklar befundeten Läsionen zeigten hingegen eine Kombination aus auflichtmikroskopisch weissen und blauen Strukturen (60.9%), welche mehr als 50% der Läsion einnahm.
SCHLUSSFOLGERUNG: Aufgrund dieser Ergebnisse wurde ein Algorithmus zur Beurteilung und Festlegung der weiteren Therapie von melanozytären Hautläsionen mit klinischen und auflichtmikroskopischen Zeichen von Regression erstellt.
Lebenslauf:
Schwerpunkte: